Der Ablauf eines Bewerbungsgespräches

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Inhaltsübersicht:



    Das ist deine Gelegenheit - Glaub an dich und deine Stärken!

    Vorweg soll gesagt sein: Geh zielsicher, mit einem kleinen Lächeln, einer Portion Selbstbewusstsein und den Blick auf deine Stärken gerichtet, zur Tür herein. Atme noch einmal kurz durch und dann kann es losgehen! Hier ist der Weg das Ziel! Zu sehen ist eine Illustration eines Berges mit einem langen Weg, der  zum Gipfel führt. Zwischendurch gibt es Stationen.

    Der rote Faden - Ablauf eines Bewerbungsgespräches

    • Begrüßung (Händedruck nicht zu weich und nicht zu hart)
    • Small Talk zur Auflockerung (Wetter, Anreise)
    • Kurze Darstellung des Unternehmens/ Arbeitsplatz durch den Arbeitgeber (kurze Verschnaufpause für dich, gut zuhören und nochmal sammeln)
    • (kurze Verschnaufpause für dich, gut zu hören und nochmal sammeln)
    • Gelegenheit zur Selbstpräsentation
    • Fragenblöcke des Unternehmens:
      • Fachlichen Kenntnisse
      • Persönliche Fähigkeiten
      • Kombination Ihrer Kenntnisse/Fähigkeiten mit Situationen des Berufsalltags (z.B. "Was würden Sie tun, wenn...", "Verkaufen Sie mir folgendes Produkt ...")
    • Gelegenheit für den Bewerber, eigene Fragen zu stellen
    • Abschluss des Gesprächs

    So ein Bewerbungsgespräch dauert zwischen 30 min und bis 2 Stunden. Du kannst den Verlauf bei guter Vorbereitung auch mitbestimmen. Vor allem in Bezug auf die Selbstdarstellung und die Fragenblöcke für den Bewerber kannst du Einfluss auf die Richtung des Gespräches nehmen.

    Welche Fragen dir das Unternehmen beim Bewerbungsgespräch stellen kann, erfährst du im Artikel: Erwartungen Vorstellungsgespräch.

    Wer kann dir beim Bewerbungsgespräch gegenübersitzen?

    Wir alle sind Menschen, auch dein Gegenüber. Wenn du nervös bist, dann sag es gleich am Anfang, denn dafür werden die meisten Arbeitgeber Verständnis haben.

    In seltenen Fällen sitzt dir nur eine Person gegenüber. Gerade in größeren Unternehmen gibt es einen Personalverantwortlichen, an dessen Seite der Abteilungsleiter und/ oder Geschäftsführer/ Firmeninhaber sitzt.

    Zu sehen ist eine an einem Tisch sitzende Person im Anzug mit Krawatte. Das Spiegelbild der Person ist auf der glatten Oberfläche des Tisches zu sehen

    Kommen wir nun zum wichtigsten Teil deines Bewerbungsgespräches.

    Die Selbstpräsentation - Verkaufe dich nicht unter Wert

    Das ist die Hauptaufgabe in deinem Bewerbungsgespräch: Du präsentierst dich selbst kurz und bündig, lieferst deine Einstellungsargumente, erläuterst deine Erfahrungen und vermittelst deine Stärken.

    Hier solltet ihr euch besonders gut vorbereiten, insbesondere mit Blick auf die unten aufgeführten Punkte. ACHTUNG: Eine Nacherzählung deines Lebenslaufs liefert keine relevanten Informationen, sondern zeigt nur deine mangelnde Vorbereitung!

    Besser:

    • Berufliche Inhalte
    • Schwerpunktbildungen
    • Besondere Erfahrungen
    • Spezielle Kenntnisse
    • Herausragende Erfolge

    Tipps für die Ausarbeitung:

    • Erkenne die fachlichen Anforderungen, die im neuen Job verlangt werden
    • Sei aktiv
    • Stelle dein Profil individuell dar (Du bist einzigartig!)
    • Gebe Beispiele für deine persönlichen Fähigkeiten
    • Beschreibe Dinge und lass Wertungen weg
    • Nutze Fachbegriffe aus dem Tagesgeschäft des Unternehmens (aber nicht in jedem Satz!)

    Das Ende ist genauso wichtig wie der Anfang - Eigene Fragen beim Vorstellungsgespräch

    Es wird ein Handgelenk mit einer Herrenuhr abgebildet. Der Betrachter schaut von oben darauf, als hätte er Zeitdruck.

    Jetzt hast du es fast geschafft, das Ende des Gesprächs naht und dein Gegenüber holt aus zum letzten Satz: „Haben Sie noch Fragen?“ Jetzt nur nicht den Fehler machen und verneinen!

    Im Vorfeld solltest du dir gut überlegte Fragen zum Unternehmen (die nicht im Internet auf der Website o.ä. beantwortet werden) aufschreiben. Sollten die Fragen im Gespräch schon beantwortet werden, dann kannst du das auch genauso sagen: „Ich hatte mir ein paar Fragen notiert (am besten den Zettel auch vor dir haben, sonst wirkt es unglaubwürdig), diese wurden aber schon im Gespräch beantwortet.“

    Sollte Dir gar nichts weiter einfallen, dann frage nach, ob Du Deinen zukünftigen Arbeitsplatz anschauen könntest. Denke bitte daran: Der letzte Eindruck bleibt genauso im Kopf hängen wie der erste!

    No Go's im Bewerbungsgespräch

    Wie in vielen Situationen gibt es auch in dieser ein paar Regeln zu beachten. Höflicher Umgang und wohlgewählte Worte sind Grundvoraussetzung. Aber auf was solltest du noch achten beim Vorstellungsgespräch? Wir verraten es dir.

    Die Top-10: Welche Fehler du im Bewerbungsgespräch vermeiden solltest

    1. „Der Bus kam irgendwie zu spät“ – Nimm lieber gleich einen Bus eher oder lass dich vielleicht fahren und zur allergrößten Not halte die Telefonnummer des Unternehmens bereit um deine Verspätung bekannt zu geben. Das macht einen professionellen Eindruck.
    2. „Ach, so viel kann ich eigentlich gar nicht.“ – Achte auf ein gesundes Selbstbewusstsein. Fehlendes schreckt dein Gegenüber gleich ab und du hast schon verloren. Du kannst etwas und das darfst du auch sagen/ zeigen. Nur bitte nicht angeben oder falsche Dinge behaupten.
    3. „Das merke ich mir alles.“ – Auch wenn das vielleicht stimmen sollte, bitte bringe Stift und Block mit zum Vorstellungsgespräch. Mach dir Notizen, dass sieht sehr gut aus und suggeriert Interesse.
    4. „Verhandlungssicheres Chinesisch“ - Bitte im Bewerbungsgespräch keine falschen Angaben machen. Wenn du eingestellt wirst und diese Fähigkeit brauchst und du hast sie gar nicht, kann dir das im schlimmsten Fall deinen Job kosten. Dann lieber ehrlich sein und Interesse an einem Kurs oder Weiterbildung bekunden.
    5. „Ähm… also… (Pause) Weiß auch nicht…“ – Stammeln oder den Faden verlieren. Ja, das kann durchaus passieren, denn die meisten von uns sind nervös. Dann lieber nochmal nachfragen was genau dein Gesprächspartner mit der Frage meint. Du kannst aber auch zugeben, dass du gerade den Faden verloren hast und ob man vielleicht später nochmal darauf eingehen könnte. Am schlimmsten ist: Nichts sagen und „dicht machen“
    6. „Och, ich würde schon gern am Meisten verdienen wollen hier.“ – Unverschämte Gehaltsvorstellungen bringen dich sicherlich nicht zum Ziel. Versuche dich realistisch einzuschätzen und suche im Internet nach Vergleichen.
    7. „Ich kann Ihnen auch mal einen Witz erzählen“ – Sämtliche private Themen, die nichts mit dem Job zu tun haben, solltest du für dich behalten. Du bist nicht als Entertainer da, sondern du möchtest deinen Traumjob. Also überlege dir gut was du an private Dingen erzählst.
    8. „Oh ich muss zum Bus, hatte hier nur ne Stunde eingeplant“ – Also das geht selbstverständlich auch nicht. Folgetermine müssen ausreichend zeitlich später eingeplant werden. Wenn du ständig an die Uhr schaust, dann macht das keinen guten Eindruck.
    9. „Nö, keine Fragen, nur ich will jetzt wissen ob Sie mich nehmen, vorher geh ich nicht“ – Das war nicht sehr geschickt. Erstens solltest du auf jeden Fall eine letzte Frage haben (mehr dazu unter „Vorbereitung Bewerbungsgespräch“) und bedanke dich für das Gespräch und wünsche noch einen schönen Tag. Setze dein Gegenüber nicht unter Druck. Wenn du überzeugt hast, wirst du Antwort bekommen.